14 Saltpier (49)

Lieblingstauchplatz von matti.haack

Bonaire  Besondere Gemeinde der Niederlanden
Schwierigkeit: für_alle_taucher
Tauchanzug: 2mm

Saltpier Bonaire – die Kinderstube des Riffs

Wenn ich von Bonaire Schwelge, dann kann ich mich nur an ganz wenig Tauchplätze erinnern, die nicht spektakulär sind. Entlang der Westküste gibt es über 60 markierte Landtauchplätze. Die Gewässer um die Insel sind Marine Schutzgebiet und Fische dürfen hier nur von den den Einheimischen mit traditionellen Fischfangmethoden gefangen werden. Als eine der Inseln „Insel unter dem Wind“ ist es hier eher trocken und karg und das Karibik-Cliche wird nicht ganz erfüllt. Statt Palmen gibt es hier Kakteen und die Sandstrände sind übersichtlich. Die Ostseite der Insel ist mit Wind und Wellen umpeitscht, die Westseite ruhig und geschützt. Die Insel ist daher ganz auf Taucher (und Windsurfer) eingestellt und bietet Ideale Bedingungen. Getaucht wird eigentlich immer von Land. Mit dem eigenen Pick-Up fährt man wann man will zum Tauchplatz. Unterwegs holt man sich bei einer Tauchbasis Flaschen und gute tipps ab und geht auf eigene Faust tauchen. Tag und Nacht.
Auf Bonaire ist immer Sommer. Im Dezember 29° Luft- und Wassertemperatur, den ganzen Tag geht ein kräftiger, warmer Wind.
Die Insel ist von einem Doppelriff umgeben und jeder Tauuchplatz könnte ein Lieblingsplatz sein.
Der Saltpier ist aber noch mal was besonderes. Das südliche drittel der Insel ist eine riesige Salinen- und Mangrovenfläche. Dies ist eine wichchtige Brutstätte für Flamingos (Ihr landet hier am „Pink Flamingo“ Airport ) und vor allem der riesigen Karett Schildkröten. In den Salinen wird mit Radladern Salz produziert und über den pier hier ab und zu auf große Frachter verladen. Dabei ist es keine klassische Hafenanlage mit betonierten Anlegern – die ganze Konstruktion steht auf Stelzen und schiebt sich über 100 Meter bis zur Riffkante vor.
An der Kante gibt es einen ganzen Wald von Ihnen. Der Ideal Platz für Jungfische, die hier geschützt vor Raubvögeln und Raubfischen entspannt ihre Runden ziehen. Genau wie wir Taucher. Der Tauchplatz ist maximal 15m tief – weiter runter verliert er seine Zauber, Licht und Schatten wechseln sich ab, alles ist voll mit Korallen, Fischen und und immer wieder kleine Schildkröten auf der Sandfläche. Die Barakudas und Tarpune ziehen außen ihre Kreise und warten auf Ihre Chance. Im Stelzenwald sind alle relaxed. Die scheuen Igelfische genau wie Oktopusse und wir Taucher. – Traumhaft.

Da muss ich wieder hin!